IMPULSE


Kurze Denkanstöße und Impulse aus dem Alltag sollen Dich unter der Woche begleiten.

Gemeindeinfo

Viele haben mitbekommen, dass es in der Gemeinde in den letzten Monaten Streit gegeben hat. Damit alle die Hintergründe verstehen und nachvollziehen können, möchten wir als Gemeindeleitung folgende Erklärung abgeben.

Die letzten beiden Jahre waren sehr herausfordernd für unsere Gemeinde. Corona hat uns sehr zugesetzt. Zu Beginn der Krise waren die Gemeindehäuser über einen längeren Zeitraum ganz geschlossen. Durch die Videoaufnahmen, die über das Internet abgerufen werden konnten, haben wir versucht die Möglichkeit zu geben, dass man einen Gottesdienst aus der eigenen Gemeinde miterleben konnte, wenn auch natürlich in einem oft sehr abgespeckten Rahmen. Die Gruppenstunden mussten leider ganz ausfallen. Nach einiger Zeit kamen einige junge Frauen auf die segensreiche Idee der “Mauern stürzen ein”-Abende, die wir heute “On Fire”-Abende nennen. Das war eine sehr gute Idee, die zurecht bis heute fortgeführt wird.

Heute sind alle Veranstaltungen als Präsenzveranstaltungen möglich. Wir können uns wieder in der Gemeinde treffen. Wir können Gottesdienste feiern, wir haben wieder Angebote für junge Menschen und auch die Bibelstunde, der Posaunenchor, der Gebetskreis und der Missionsgebetskreis finden wieder statt. Gott sei Dank!

Ob bzw. wie sich die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch einmal ändern werden, kann heute niemand mit Sicherheit sagen. Seien wir einfach dankbar, dass zur Zeit alle Veranstaltungen wieder möglich sind.

Ab Herbst 2021 stiegen die Besucherzahlen in der Gemeinde wieder erfreulich an. Wir hatten mehrmals wieder weit über 60 Gottesdienstbesucher, was sehr erfreulich war.

Ende letzten Jahres gab es dann aber erstmals Verwirrungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen im Rahmen des Schutzkonzeptes der Gemeinde. Die Gemeindeleitung hat sich als Gemeinde der EG an deren Schutzkonzept orientiert.

Dieses Konzept sah zwei Optionen vor, wie man als Gemeinde den Vorgaben entsprechen konnte: Variante a) das 3G Konzept (getestet, geimpft, genesen) und Variante b) ohne Testung. Beide Konzepte waren juristisch durch das Land NRW genehmigt und standen auch in Übereinstimmung mit Coronaschutzmaßnahmen des Landes Hessen. (Durch das Land NRW, weil der Sitz der EG in NRW liegt).

Die Gemeindeleitung hatte sich nach vielen Gesprächen und Gebet einmütig für Variante b) entschieden. Dies hat den Unmut einiger Gemeindeglieder hervorgerufen, die das auch zum Ausdruck gebracht haben. Die Gemeindeleitung hat sich in dieser Zeit mehrfach getroffen und das Ergebnis letztlich war, dass dann doch ab dem Silvestergottesdienst das 3G Konzept umgesetzt wurde, was bedeutete, dass vor dem Eintritt in das Gemeindehaus der Impf- oder Genesenenstatus nachgewiesen werden, oder aber ein maximal 24h-Alter Test von einem zertifizierten Testzentrum vorliegen musste, der nachwies, dass man zum Testzeitpunkt frei von Coronaviren war. Im Frühjahr konnten wir dann sogar eine Testung vor Ort im Gemeindehaus anbieten.

Die Problematik der Entscheidung für eines der beiden Konzepte war folgende: Egal, wie sich die Gemeindeleitung in der Frage des Konzeptes entschieden hätte, die Entscheidung hätte Diskussionen hervorgerufen! Entweder hätten die Befürworter der 3G-Maßnahmen die Gemeinde nicht mehr besucht oder die Befürworter der Variante b) besuchen nicht mehr die Gemeinde, wie es heute leider der Fall ist. Die Gemeindeleitung ist dabei, mit diesen Gemeindegliedern Gespräche zu führen, um sie wieder neu für die Gemeinde gewinnen zu können. Wir wünschen uns das sehr und möchten Sie bitten, mit für diese Menschen zu beten, die gegenwärtig nicht unsere Gemeinde besuchen.

Wir möchten auch die Geschwister um Vergebung bitten, die durch die Entscheidungen der Gemeindeleitung enttäuscht waren, unabhängig davon, worüber sie im Detail enttäuscht waren. Manche waren vielleicht enttäuscht, dass die Entscheidung für das 3G-Modell so spät getroffen wurde. Andere waren enttäuscht, dass man sich nachträglich für das 3G-Modell umentschieden hatte. Wieder andere waren enttäuscht von dem Unfrieden, der in der Gemeinde letztlich zu empfinden war. Wie immer ihr gerade empfindet: Wir hatten nicht die Absicht, Euch zu enttäuschen oder gar zu verärgern.

Die Gemeindeleitung hat an manchen Stellen Fehler in der Kommunikation gemacht, was hier und da ebenfalls auf Unmut gestoßen ist. Sollte sich durch das Verhalten der Gemeindeleitung jemand verletzt fühlen, bitten wir aufrichtig um Vergebung.

Wir möchten auch einmal deutlich sagen, dass auch die Gemeindeleitung bereit ist, allen zu vergeben, die an uns schuldig geworden sind. Auch wir haben uns zum Teil sehr verletzt gefühlt.

Wir haben bereits mit einer Reihe von Personen, gemeinsam mit Regionalleiter Matthias Hennemann, Gespräche geführt und einige Unstimmigkeiten konnten ausgeräumt werden, was zum besseren Verständnis beigetragen hat. Wir sind bereit, mit jedem zu reden und persönliche Gespräche zu führen, ob als Einzelpersonen oder gesamte Gemeindeleitung, um wieder Frieden herzustellen.

Wir wünschen uns für die Gemeinde, dass wir in der Zukunft ein respektvolles und liebevolles Miteinander üben und pflegen. Gott segne uns auf diesem Weg!

Die Gemeindeleitung